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finden Sie Informationen über Schaumstoffe, Herstellung und Verarbeitung.
RG
Abk. für ==> Raumgewicht
(spez. das von Schaumstoffen). Es stellt beim Einsatz in der Polstermöbel-
und Matratzenfertigung ein Qualitätsmerkmal dar. Festgelegte und
regulierbare Werte (Abmessungen, Raumgewicht, Rohdichte, Härtegrade,
Druckverformung etc.) sind in den RAL-Gütebestimmungen angegeben.
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Raumgewicht
Abk.: RG. Es errechnet sich aus der Masse eines Garnes oder Flächengebildes
zu seinem Volumen und berücksichtigt bei porigen Körpern die
eingeschlossene Luft.
Im Polstermöbelbereich ist das RG der verwendeten Schaumstoffe ein
Qualitätsmerkmal.
Es wird in kg/m3 (= cbm) angegeben. Je höher das Raumgewicht bei
gleich bleibender Härte ist, desto besser sind die Gebrauchseigenschaften,
d.h. hohe Elastizität bei geringer Materialermüdung.
Das RG wird auf dem Auszeichnungszettel des Produktes vermerkt. Folgende
Werte haben sich bewährt:
Sitz- und Sitzunterbau mind. 35 RG
Rücken und Rückenunterbau mind. 25 RG
Seitenteile und Armlehnen mind. 25 RG
Matratzen mind. 28 RG (nach RAL)
Krankenhausmatratzen mind. 37 RG
Anm.: Im Vergleich zwischen ==> Polyurethan
und ==>
Latex beträgt das Gewicht/Rauminhalt bei:
Polyurethan: 30 kg/cbm
Latex: 70 kg/cbm
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Stauchhärte
Unter Stauchhärte versteht man den physikalisch auf eine Fläche
in Quadratmetern (m2) wirkenden Druck in Pascal (Pa), der nach DIN 53
577 notwendig ist, um den Schaum um 40% zusammenzudrücken.
Die Stauchhärte eines Schaumstoffs kann man durch Zugabe von chemischen
Zusätzen (Härtern) einstellen und das
==> Raumgewicht (RG) damit
verändern.
Stauchhärte und Raumgewicht müssen in einem optimalen Verhältnis
zueinander stehen. ==> Schaumstoffe.
Bei der Matratzenfertigung ist die Stauchhärte die Rückstellkraft
einer Polsterung bei definierter Eindrucktiefe, auch als Einsinktiefe
bezeichnet.
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Verbundschaum
In der Polstermöbelindustrie eingesetztes Material mit sehr hohem
==> Raumgewicht
(RG).
Verbundschaum wird aus Schaumstoffabfällen unter Einsatz eines Bindemittels
und Einwirkung von Hitze zu Verbundblöcken gepresst, die anschließend
in jede gewünschte Form geschnitten werden können.
Je nach Raumgewicht haben Verbundschäume eine weniger elastische
bis harte Polsterwirkung.
Einsatz vorwiegend für Kantenprofile oder Kantenverstärkungen
sowie als Polsterträger.
==> Polyurethan,
==> Schaumstoffe.
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Schaumstoff- Matratzen
Für den Kern dieser Matratzen werden vorwiegend Polyether-Weichschaumstoffe
sowie durch eine entsprechende chemische Zusammensetzung des Polyethers
hergestellte spezielle Polyether-Weichschaumstoffe eingesetzt, die als
==> Kaltschaum
bezeichnet werden und mit dem natürlichen Latexschaum zu vergleichen
sind. Bei guten Schaumstoffmatratzen ist der Kern mit zusätzlichen
Belüftungskanälen (Luftkammern) durchsetzt und mit Schaumstoffen
unterschiedlicher Dichte in der so genannten Sandwichbauweise aufgebaut,
um den liegenden Körper optimal zu unterstützen.
Wichtig für die Beurteilung einer Schaumstoff-Matratze ist das
==> Raumgewicht (RG),
das in kg/m3 angegeben wird, z.B. RG 35 ==>
Standardqualität, was bedeutet, dass ein Kubikmeter Schaumstoff
35 kg wiegt.
Je höher das RG bei gleicher Härte, desto bessere Gebrauchseigenschaften
können erwartet werden.
Das RG wird auf dem Auszeichnungszettel des Produktes vermerkt. Für
Matratzen haben sich folgende Werte bewährt:
mind. 28 RG (nach RAL)
Krankenhausmatratzen mind. 37 RG (DIN 13 014)
Mit Polyether gefertigte Matratzen sind punkt- und sprungelastisch und
sorgen für eine gute Körperabstützung.
Die Gebrauchseigenschaften sowie festgelegte und regulierbare Werte (Abmessungen,
Raumgewicht, Rohdichte, Härtegrade, Druckverformung etc.) sind in
den Güte- und Prüfnormen gem. RAL 441 festgelegt.
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Standardqualität.
Bestens geeignet für fast alle Anwendungen im Polster- Sitzauflagen-
Boots- oder Wohnwagenbereich bis hin zu Matratzen und Gästebetten.
Diese Ware hat ein Raumgewicht von 35kg/cbm und eine Stauchhärte
von 5,0 kpa.
Die Platten sind sind z.B. 200cm lang und 120cm breit.
Raumgewicht und ==> Stauchhärte
beschreiben technisch die Qualität eines Schaumstoffes.
Die Stauchhärte beschreibt das Eindruckverhalten von Schaumstoffen
bei einer definierten Kraft.
Je größer dieser Wert, umso härter fühlt sich der
Schaumstoff an
Beim Raumgewicht oder Volumengewicht des Schaumstoffes (Kilogramm pro
Kubikmeter) handelt es sich um ein wichtiges Qualitätsmerkmal.
Als Faustregel gilt:
20 - 30 kg/cbm => Qualität für Sitz- und Rückenpolster,
(preisgünstige Matratzen),
Standard-Matratzen
30 - 40 kg/cbm => Standard bis gehobene Qualität für Sitz-
und Rückenpolster, Matratzen, Boot-
Camping oder Gartenauflagen etc.
40 - 50 kg/cbm => hochwertige bis sehr hochwertige und extrem dauerelastischen
Qualität für alle Anwendungen.
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Schaumstoffe
Polyurethan(PUR-) Weichschaumstoffe sind Polyadditionsprodukte aus Isocyanaten
und Polyether- bzw. Polyesterpolyolen, die unter Freiwerden von Wärme
zu einer breiten Palette unterschiedlicher Schaumstoffe reagieren. Je
nach Ausbildung der eingeschlossenen Schaumzellen unterscheidet man
geschlossenzellige Schaumstoffe
offenzellige Schaumstoffe
gemischtzellige Schaumstoffe
In der modernen Polstertechnik sind im letzten Jahrzehnt klassische Materialien,
wie Afrique, Rosshaar, Kapok und das sehr teure ==>
Latex etc. von einer Fülle
unterschiedlicher Schäume ersetzt worden, die als Block- oder Formschäume
angeboten werden. Zum Einsatz kommen vorwiegend Polyether-Weichschaumstoffe
sowie die durch eine entsprechende chemische Zusammensetzung des Polyethers
hergestellten speziellen Polyether-Weichschaumstoffe, die als ==>
Kaltschaum bezeichnet werden.
Qualitätsmerkmal für alle synthetischen Schaumstoffe sind das
Raumgewicht (RG) und die Stauchhärte.
Je höher das RG bei gleich bleibendem Volumen ist, desto besser sind
die Gebrauchseigenschaften, d.h. hohe Elastizität bei geringer Materialermüdung.
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Standard Polyether-Weichschaumstoff
Polyether gehört zu den offenzelligen Schaumstoffen, sie sind luftdurchlässig,
formbeständig und elastisch.
Im Verhältnis zu anderen Füllstoffen besitzen sie ein sehr gutes
Temperaturverhalten und ein gutes Wärmeisolationsvermögen.
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Kaltschaum
Der Kaltschaum ist unter den Schaumstoffen das beste und wertvollste
Material, das gleiche Werte wie Schaumgummi
(==> Latex)
erreicht und meist im Blockschaumverfahren eingesetzt wird. Es handelt
sich um einen Polyetherschaumstoff, der im Gegensatz zum Standardschaumstoff
als so genannter HR-Schaumstoff (HR= High Resilent = hochelastisch) bei
veränderter Rezeptur eine Reihe von Vorteilen aufweist:
Unregelmäßige, grobe Porenstruktur, offenzellig, daher hohe
Luftdurchlässigkeit bzw. atmungsaktiv und damit Grundvoraussetzung
für ein angenehmes Sitz- und Schlafklima, hohe Elastizität;
bei geschmeidigem Griff wird ein hochelastischer Polsterkomfort erreicht.
Unter toxikologischen Gesichtspunkten sind nach dem heutigen Stand der
Erkenntnisse PUR-Schaumstoffe physiologisch unbedenklich. Nach dem Abfallgesetz
gibt es keine besonderen Anforderungen an die Entsorgung, die sowohl auf
Hausmülldeponien als auch in modernen Hausmüll-Verbrennungsanlagen
möglich ist.
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Matratzenkunde Schaumstoff-Matratze
Diese Matratzen sind in der Handhabung sehr angenehm, weil sie leicht
und gut zu verformen sind.
Sie werden aus synthetischen Schaumstoffen, überwiegend aus PUR-Weichschäumen,
oder aus Latexschaumgummi gefertigt.
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PUR-Weichschaumstoffe
Basis: Polyadditionsprodukt aus Isocyanaten und Polyether-Polyolen,
das - durch PUR-Treibmittel, Katalysatoren und Stabilisatoren vernetzt
- zu einer breiten Palette offenzelliger, aber unterschiedlicher Schaumstoffprodukte
reagiert. Unterschieden werden:
Standard Polyether-Weichschaumstoff
Polyether gehört zu den offenzelligen Schaumstoffen, sie sind luftdurchlässig,
formbeständig und elastisch.
Im Verhältnis zu anderen Füllstoffen besitzen sie ein sehr gutes
Temperaturverhalten und ein gutes Wärmeisolationsvermögen.
Kaltschaum
Der Kaltschaum ist unter den Schaumstoffen das beste und wertvollste Material.
Er ist mit dem natürlichen Latexschaum zu vergleichen und wird meist
im Blockschaumverfahren eingesetzt.
Es handelt sich um einen Polyetherschaumstoff, der im Gegensatz zum Standardschaumstoff
als so genannter HR-Schaumstoff (HR= High Resilent = hochelastisch) bei
veränderter Rezeptur eine Reihe von Vorteilen aufweist: Unregelmäßige,
grobe Porenstruktur, offenzellig, daher hohe Luftdurchlässigkeit
bzw. atmungsaktiv und damit Grundvoraussetzung für ein angenehmes
Sitz- und Schlafklima, hohe Elastizität; bei geschmeidigem Griff
wird ein hochelastischer Polsterkomfort erreicht.
Die Herstellung kann nach folgenden Methoden erfolgen:
Blockschaum
Bez. für die aus Schaumstoffen (z.B. PUR-Schaumstoff) gefertigten
endlosen Schaumblöcke, die meist im Kaltschaumverfahren geschäumt
und auf Schneidanlagen zugeschnitten werden. Sie haben mit Abstand den
größten Marktanteil im Matratzenbereich.
Formschaum
Meist auf der Basis von PUR-Schaum angewandtes Verfahren zur Herstellung
fertiger Schaumteile.
Dieses kostenintensive Verfahren kann nur angewendet werden, wenn große
Partieeinheiten verlangt werden. In solchen Fällen lassen sich vor
dem Einschäumen auch gewünschte Polsterteile eingießen:
So können z.B. bei der Matratzenherstellung Stahlfedern eingelegt
werden, die beim Schäumvorgang völlig umschlossen werden. Eine
weitere Variante stellen Matratzen mit speziell eingearbeitete Entlüftungskavernen,
die einen guten Wärme- und Feuchtigkeitsaustausch sichern.
Unter toxikologischen Gesichtspunkten sind nach dem heutigen Stand der
Erkenntnisse PUR-Schaumstoffe physiologisch unbedenklich. Nach dem Abfallgesetz
gibt es keine besonderen Anforderungen an die Entsorgung, die sowohl auf
Hausmülldeponien als auch in modernen Hausmüll-Verbrennungsanlagen
möglich ist.
Wichtig für die Beurteilung einer Schaumstoff-Matratze ist ihr Raumgewicht
(RG). Je höher das RG bei gleicher Härte, desto bessere Gebrauchseigenschaften
können erwartet werden. Mit Polyether gefertigte Matratzen sind punkt-
und sprungelastisch und sorgen für eine gute Körperabstützung.
Die Gebrauchseigenschaften sowie festgelegte und regulierbare Werte (Abmessungen,
Raumgewicht, Rohdichte, Härtegrade, Druckverformung etc.) sind in
den Güte- und Prüfnormen gem. RAL 441 festgelegt.
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Latex
Aus dem Milchsaft der kautschukliefernden Pflanzen gewonnener Rohstoff,
woraus durch Gerinnen der feste Rohkautschuk entsteht, der unter Zusatz
von Schwefel, Alterungsschutzmitteln, Seifenlösung und Füllstoffen
in Stahlformen zu Schaumgummi aufgeschäumt und vulkanisiert wird.
Künstlicher (synthetischer) Kautschuk wird in verschiedenen Verfahren
hergestellt; heute vorwiegend aus der Grundsubstanz Butadien. Im Gegensatz
zu Naturlatex gibt es hier keine Qualitätsschwankungen.
Latex-Schaumgummi ist hochelastisch und formbeständig, wodurch er
immer wieder das ursprüngliche Volumen annimmt. Er ist weich, hygienisch
und staubfrei. Durch die Lichtempfindlichkeit muss dieses Material allerdings
vor UV-Strahlen geschützt werden, da es sonst schnell altert. Deshalb
müssen Matratzen aus Latex-Schaumgummi gut mit Watte oder Nessel
abgedeckt werden. Im Gegensatz zu Schaumstoff, das nach Raumgewicht beurteilt
wird, wird Schaumgummi nach Härtegraden von weich bis sehr hart (HG
1 bis 3) bewertet.
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Latex-Schaumgummimatratze
Naturlatex ist eines der hochwertigsten Polstermaterialien. Der Rohstoff
stammt aus den Pflanzensäften des tropischen Gummi- oder Kautschukbaumes
hevea brasiliensis, woraus durch Gerinnen der feste Rohkautschuk entsteht,
der unter Zusatz von Schwefel, Alterungsschutzmitteln, Seifenlösung
und Füllstoffen in Stahlformen zu Schaumgummi aufgeschäumt und
bei Temperaturen um 100° C vulkanisiert wird.
In den Stahlformen befinden sich Stifte, die neben der Hitzebildung zur
Ausbildung unterschiedlicher Härtezonen und Ausfräsungen dienen,
deshalb die »Stiftlatex«, der von beiden Seiten kleine Hohlräume
aufweist, in der Regel mit einem Durchmesser von ca. 6 mm. »Kavernenlatex«
besitzt gegenüber dem Stiftlatex deutlich größere Hohlräume,
wodurch sich innerhalb des Kerns unterschiedliche Zonen herstellen lassen.
Durch die meist horizontal und vertikal verlaufende Belüftungsanordnung
werden eine optimale Wärmeisolation sowie ein optimaler Feuchtigkeitstransport
erreicht. Außerdem verbessern die Hohlräume aus orthopädischer
Sicht den Liegekomfort und die Qualität der fertigen Matratzen, die
eine deutlich höhere Punktelastizität aufweisen, welche für
die Körperanpassung und damit für den Liegekomfort verantwortlich
sind.
Latex-Schaumgummi ist hoch elastisch und formbeständig, wodurch
er immer wieder das ursprüngliche Volumen annimmt. Er ist weich,
hygienisch, staubfrei und kann auch antibakteriell ausgerüstet werden.
Durch die Lichtempfindlichkeit muss dieses Material allerdings vor UV-Strahlen
geschützt werden, da es sonst schnell altert. Deshalb müssen
Matratzen aus Latex-Schaumgummi gut mit Watte oder Nessel abgedeckt werden.
==> Latex.
Im Gegensatz zu Schaumstoff, der nach Raumgewicht beurteilt wird, wird
Schaumgummi nach Härtegraden von weich bis sehr hart (HG 1 bis HG
3) bewertet, wobei sich der ==> Härtegrad
immer auf den Latexkern bezieht, was allerdings mit dem Härtegrad
der fertigen Matratze nur bedingt etwas zu tun hat. Der Härtegrad
1 wird kaum noch angeboten. Der Unterschied zwischen HG 2 und HG 3 besteht
darin, dass bei der Härte 3 mehr Material verwendet wurde, wodurch
Gewicht und Druckwiderstand der Matratze größer sind.
Der ursprünglich eindeutige Begriff »Schaumgummi« bezog
sich ausschließlich auf geschäumte Kautschukwerkstoffe. Heute
sind die meisten als »Schaumgummi« bezeichneten Materialien
nicht auf Naturkautschuk basiert. Da Naturkautschuk sehr teuer ist, wird
heute künstlich aus Erdöl gewonnener Latex mit verarbeitet,
dessen Eigenschaften dem natürlichen Latex ähnlich sind. Zudem
kann synthetische Eigenschaften noch verbessern, der Materialmix erhöht
die Haltbarkeit der Matratzen, macht sie elastischer, strapazierfähig
und komfortabel. Im Gegensatz zu Naturlatex gibt es hier keine Qualitätsschwankungen.
Für den Laien ist es unmöglich, »Naturlatex« von
Synthese-Latex zu unterscheiden. Um den fehlenden gesetzlichen Schutz
des Begriffs Naturlatex auszugleichen, wurde 1995 der Qualitätsverband
umweltverträgliche Latexmatratzen (QUL) auf Initiative des eco-UMWELTINSTITUT,
Köln gegründet. Seit 1997 vergibt der QUL Qualitätssiegel
an Naturlatex-Produkte nach sorgfältiger und umfassender Laboranalyse.
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Polyurethan (PUR) Schaumstoffe
Kunststoff, der in den 30er Jahren von Otto Bayer, Leverkusen, entwickelt
wurde. Er entsteht durch Polyaddition von Isocyanaten mit Polyolen. Dabei
wird zwischen linearen und vernetzten Polyurethanen unterschieden.
Stoffe auf der Grundlage von P. sind u.a. im Bereich der Polstermöbelindustrie
als PUR-Weich-Schaumstoffe anzutreffen.
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PUR-Weichschaumstoffe
Basis: Polyadditionsprodukt aus Isocyanaten
und Polyether-Polyolen, das - durch PUR-Treibmittel, Katalysatoren und
Stabilisatoren vernetzt - zu einer breiten Palette offenzelliger, aber
unterschiedlicher Schaumstoffprodukte reagiert.
Unterschieden werden:
Standard-Etherschaumstoffe (mit hoher Stauchhärte)
HR-Schaumstoffe (HR = high resilient = hochelastisch)
(hochelastische Kaltschaumstoffe mit entsprechendem Polsterkomfort)
CMHR-Schaumstoffe (flammgeschützt: dieser Warentyp wird besonders
im englischen Markt eingesetzt)
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PUR-Hartschaumstoffe
Basis: Polyadditionsprodukt aus Isocyantaten
und Polyester, das durch Zusätze zu geschlossenzelligem PUR-Hartschaum
aufgeschäumt wird. Der PUR-Hartschaum kommt in techn. Bereichen zum
Einsatz:
Bausektor, Dämmung (Wärmedämmung), Kältetechnik, Raumausstattung
(Profilleisten), Möbelbau, Schiffbau etc.
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PUR-Treibmittel
In Deutschland werden PUR-Schäume nur mit chemischen Treibmitteln
hergestellt; physikalische Treibmittel, wie der bekannte Fluorchlorkohlenwasserstoff
(FCKW), werden in Deutschland dafür nicht eingesetzt.
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Recycling
Die in Mikrofaser-Vliesstoffen enthaltenen hohen Anteile von PUR sind
nur bedingt recycelbar, da der Materialverbund (z.B. PES und PUR) chemisch
getrennt werden müsste, was aus Kostengründen nicht möglich
ist. Vielmehr treten im Gebrauch chemische Zerfalls- oder alterungsbedingte
Zersetzungsvorgänge in Form der Zerstörung der Basismatrix ein.
Durch Hautfett, Schweißeinwirkung, Lichteinwirkung etc. bilden sich
im Materialverbund eine Vielzahl von Zufalls- und Zersetzungsprodukten,
die eine Wiederverwendung des Materials auf demselben Gebiet ausschließen.
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Recycling-Lösung für
PUR-Produktionsreste
Verarbeiter und Hersteller von Polyurethan-Hartschaum (PUR) können
ab Januar 1996 ihre Produktionsreststoffe aus der PUR-Platten- und Blockschaumfertigung
der Wiederverwertung zuführen. Zu dieser Lösung ist der Industrieverband
Polyurethan-Hartschaum (IVPU) in Stuttgart gekommen, nachdem die Puren-Schaumstoff
GmbH mit ihrer 25jährigen Recycling-Erfahrung in ihrem Werk in Obermarchtal
die Recyclingkapazitäten deutlich erhöht hat und eine neue Anlage
zur stofflichen Verarbeitung von PUR-Produktionsabfällen in Betrieb
nehmen wird.
Grundsätzlich gibt es zur Zeit zwei Möglichkeiten des PUR-Recycling:
das chemische und das stoffliche R. Während beim chemischen R., der
sog. Glycolyse, die verflüssigten Reststoffe zur erneuten PUR-Produktion
eingesetzt werden, entstehen beim stofflichen Recycling durch ein Klebepressverfahren
hochwertige Platten oder Formteile.
Während auf Basis Polyether geschäumte Produkte ca. 90% Marktanteil
besitzen, beträgt der Marktanteil der auf Basis Polyester gefertigten
Weichschaumstoffe ca. 10%; sie werden überwiegend in technischen
Bereichen, wie z.B. Verpackung, für Schwämme etc. eingesetzt.
Unterschieden werden folgende Formarten:
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Formschaum
Die Ausgangsstoffe werden in Formen gegossen. Diese Methode wird angewendet,
wenn Fremdmaterialien mit eingeschäumt werden sollen oder komplizierte
Formen gegossen werden müssen. Aufgrund hoher Herstellkosten wird
dieses Verfahren nur bei Großserien eingesetzt.
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Blockschaum
Der Schaum entwickelt sich kontinuierlich in Schaumblöcken, die
in Platten mit den gewünschten Stärken geschnitten werden. Es
können auch Formteile aus den Blöcken herausgeschnitten werden.
PUR-Blockweichschaumstoffe werden zu 40% im Möbel-, zu 27% im Matratzen-
und zu 13% im Kraftfahrzeugbereich eingesetzt, weil Raumgewicht, Stauchhärte,
Elastizität, Porenzahl etc. beliebig einstellbar und damit maßgeschneidert
sind.
Eigenschaften: Brandklasse B 3 (bei Qualitäten
ohne Flammschutzzusatz) nach DIN 4102; bei HR-Kaltschaum (high resilient
= hochelastisch) verglichen mit Standardkaltschaum hohe Elastizität.
Kurzzeichen: PUR nach DIN 7728 Teil 1.
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Retikulierung
Für viele Anwendungsbereiche gibt es retikulierte
Schaumstoffe mit gesteuerter Porengröße.
Unter Retikulierung versteht man das
nachträgliche Porenöffnen, die Optimierung der Porenstruktur
zur Erzielung gleichmäßiger offenzelliger Filterschaumstoffe.
- gesteuerte Pore: Schaumstoff, deren Zellen in der Größe
bei der Herstellung genau definierbar sind.
- In einem speziellen Herstellungsverfahren sind sowohl sehr feine (3
Zellen pro cm) als auch sehr grobe (30 Zellen/cm) Schaumstoffe herstellbar.
- Retikulierung: Durch Retikulierung werden die Zellmembranen des Schaumstoffes
nachträglich entfernt.
So entsteht eine nahezu perfekt offenporige Gitterstruktur, deren Durchströmungswiderstand
für Gase und Flüssigkeiten minimal ist.
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Bodenhaut
die von uns angebotenen Bodenhäute sind nicht "verhautet",
wie der Name glauben lässt. Beim Schäumen, was immer auf silikonisiertem
Papier erfolgt, gibt es eine ganz glatte Unterschicht, die vor der Verarbeitung
des Schaumstoffes abgeschnitten werden muß.
Da sich dieses Teil am Boden befindet, sprechen wir von der Bodenhaut.
Diese ist ganz glatt und i.d.R. auch wasserfest und kann für die
von uns empfohlenen Anwendungen eingesetzt werden.
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Brandschutzschaum B1 nach DIN
4102-1
der von uns angebotene Brandschutzschaum B1 ist nach DIN 4102-1 zertifiziert
und erfüllt die Anforderungen der Baustoffklassen B1 und B2.
Baustoffe ( DIN 4102-1 )
Es werden folgende Baustoffklassen unterschieden:
A nichtbrennbare Baustoffe
A1
A2
B brennbare Baustoffe
B1 schwerentflammbare Baustoffe
B2 normalentflammbare Baustoffe
B3 leichtentflammbare Baustoffe
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Verhautung/Versiegelung
Darunter versteht man die Oberflächenveredelung im Spritzverfahren.
PUR Weichschaumstoffe, aber auch andere Materialien mit poröser Oberfläche
können nahtlos mit einem hochelastischen, folienartigen Überzug
versehen werden. Mit diesem Verfahren lassen sich sowohl ebene Flächen
als auch kompliziert geformte Gebilde beschichten.
Der Vorgang basiert darauf, dass beim Spritzen feine, hochelastische Fädchen
gebildet werden, welche die zu beschichtenden Materialien "zuspinnen".
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Philosophie der Öko-Tex
100-Kennzeichnung
Der Öko-Tex Standard 100 deckt die humanökologische Komponente
textiler Neuprodukte in einer ökologischen Gesamtsicht ab. Er beurteilt
die Schadstoffbelastung in Textilien.
Unabhängigkeit
Die Mitgliedsinstitute der Internationalen Gemeinschaft sind unabhängige
Textilprüf- und Forschungsanstalten mit hervorragendem internationalem
Ruf und entpsrechender Fachkompetenz.
Festgelegte, zugängliche Anforderungen
Die Anforderungen sind festgelegt und die Anforderungsdokumente für
jedermann zugänglich.
Rückverfolgbarkeit und Überwachung
Durch Markenschutz mit Lizenzierung, Label mit Kontrollnummer und eine
eigene Marküberwachung wird die Qualität des Labels überwacht
und Mißbrauch hintangehalten.
Prüfprinzip
Nur überprüfbare Parameter werden festgelegt.
Wissenschaftliche Grenzwertfestlegung
Nach der jahrhundertealten Aussage von Paracelsus ist nicht der Stoff
selbst giftig, sondern die Konzentration des Stoffes. Entsprechend erfolgt
die Auswahl der Parameter und die Festlegung der Grenzwerte nach wissenschaftlichen
Kritieren.
Modularer Aufbau
Das Gesamtsystem einer ökologischen Beurteilung wird modular aufgebaut.
In der komplexen und modebedingt schnelllebigen textilen Produktionskette
kann nur so eine seriöse Überprüfung in realsitischen Zeitrahmen
sichergestellt werden.
Textilrelevanz und textile Fachkompetenz
Nur jene Parameter, die bei den betreffenden Produkten von Bedeutung von
Bedeutung sind werden festgelegt und geprüft.
z.B. keine Farbechtheiten bei rohweissen Waren.
In jeder Stufe der textilen Kette beantragbar
Wird ein Produkt in einer textilen Produktionsstufe überprüft,
kann es in der nächsten Stufe ohne neuerliche Prüfung verwendet
werden. Die Prüfkosten fallen optimalerweise entsprechend in jener
Stufe an, wo das Risiko auftritt.
Kein Handelshemmnis
Die Öko-Tex Kennzeichnung ist weltweit verfügbar.
Auch wenn kosteneffizienter in den einzelnen Produktionsstufen geprüft
wird, können auch Fertigwaren jederzeit eine Kennzeichnung erhalten.
Artikelgruppenbildung
Durch die textile Kompetenz und das Verwenden bereits zertifizierter Ausgangsmaterialien
kann meist eine ganze Reihe von Artikeln in einem einzigen Zertifikat
zusammengefasst werden, indem lediglich der "worst case" geprüft
wird (z.B. ein dunkler und ein heller Farbton mit gleichem Farbstoff kann
zusammengefasst werden, wenn der dunkle Farbton überprüft wird).
Vereinfacht ausgedrückt:
Der Öko-Tex Standard 100 ist das Öko-Label für Textil-
und Bekleidungserzeugnisse.
Er regelt die Analysen von humanökologisch bedenklichen Schadstoffen
und schreibt dabei jeweils wissenschaftlich begründete Grenzwerte
vor.
Wenn ein textiles Produkt die im Standard festgelegten Bedingungen erfüllt,
erhält der Anbieter die Berechtigung, die Ware als "Schadstoffgeprüfte
Textilien nach Öko-Tex Standard 100" auszuzeichnen.
Folgende Punkte müssen die Produkte mit Zertifikat erfüllen:
Es dürfen
- keine bekannten, Krebs-erregenden Farbstoffe enthalten sein
- keine Allergie-auslösenden Farbstoffe enthalten sein
- bei Schweißeinwirkung nur Schwermetalle in Konzentrationen
unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte freigesetzt werden
- der Pestizidgehalt höchstens den gesetzlich vorgeschriebenen
Grenzwert für Obst- und Gemüse erreichen
Weiterhin erforderlich:
- Hautneutraler ph-Wert
- Formaldehydgehalt, der weit unterhalb der vorgeschriebenen Kennzeichnungspflicht
liegt
- "untypische" Gerüche (zum Beispiel nach Fisch, Schimmel
oder Schwerbenzin) dürfen nicht abgegeben werden.
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